ILWEA-BLOG 2017 - Homepage Frankenlandschule

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ERASMUS +
ILWEA-Projekt
Blog-Tagebuch zum 4. Englandpraktikum
 
Intercultural learning and work experience for apprentices
Interkulturelles Lernen und Berufserfahrung für Auszubildende

An diesem Freitag, 10.03.17, geht es wieder los nach England: 12 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule der Frankenlandschule machen sich auf den Weg nach Guildford, um dort für drei Wochen die englische Kultur, Sprache und Arbeitswelt kennen zu lernen. Ihr Aufenthalt beinhaltet Sprachkurse am Guildford College sowie Praktika in verschiedenen lokalen Betrieben und Institutionen. Darüber hinaus sind mehrere Exkursionen in die Hauptstadt London sowie nach Brighton, einem bekannten Seebad an der englischen Küste, von den Schülerinnen und Schülern geplant worden. Wie in den vorherigen Jahren auch wird das Projekt durch das Programm Erasmus+ Berufsbildung der Europäischen Union finanziell gefördert, sodass ca. zwei Drittel der Kosten für Aufenthalt und Programm abgedeckt werden.

Nachdem die Teilnehmerinner und Teilnehmer sich im Vorfeld an vier Samstagen sprachlich und landeskundlich auf ihren Aufenthalt eingestimmt haben, freuen sie sich nun sehr auf ihren Abflug am Freitag.

Im nachstehenden Blog berichten sie täglich von ihren Erfahrungen und Erlebnissen.


Freitag, 10. März 2017
Abfahrt 7 Uhr an der Frankenlandschule bei strahlendem Sonnenschein. Ein gutes Omen für 3 Wochen Englandaufenthalt? Hoffentlich! Die Projektteilnehmer strahlen jedenfalls vor Vorfreude mit der Sonne um die Wette. Nach intensiver Vorbereitung seit Januar und dem Rätseln, was den nun als richtiges Praktikumsoutfit in Koffer muss, sowie der großen (An-)Spannung wie die Gastfamilie und der Praktikumsplatz den sein werden, geht es endlich mit dem Flughafentransfer pünktlich los in Richtung Frankfurter Flughafen.
Dort angekommen, checken wir zügig ein und haben nach der Security noch eine halbe Stunde „Freizeit“, die einige für eine gemütliche Kartenrunde mit Blick auf unser bereitstehendes Flugzeug nutzen, während andere noch letzte Nachrichten mit Familie und Freunden austauschen.
Pünktlich startet unser Flugzeug in Richtung London und bereits nach 1 Stunde 20 Minuten landen wir nach einem angenehmen Flug mit Lufthansa in Heathrow, auf Londons größtem Flughafen. Roz Naysmith unsere Ansprechpartnerin und Organisatorin am Guildford College holt uns ab und begleitet uns nach herzlicher Begrüßung nach Guildford. Da wir schon um 13:30 Uhr am College ankommen und ein Großteil der Gastfamilien berufsbedingt sowieso erst ab 16:30 Uhr die Teilnehmer abholen können, nutzen wir die Zeit für einen ersten Rundgang in Guildford. Zuerst organisieren wir jedoch die Weekly Tickets für alle, die in Guildford mit dem Bus unterwegs sein werden Danach legen wir eine kurze Pause ein, in der viele als verspätetes Mittagessen ein Cornish Pasty probieren, sich eine englische SIM-Karte mit Datenpaket zulegen oder vergessene Drogerieartikel einkaufen. Dann geht’s die North Street hoch, am Farmers Market vorbei zur Bibliothek, wo es Stadtpläne für alle gibt und weiter zur George Abbot Statue, die am oberen Ende der Fußgängerzone steht. Gemütlich schlendern wir diese dann hinunter mit verschiedenen Fotostopps. Selbstverständlich darf ein Abstecher zu den Castle Grounds nicht fehlen mit einem obligatorischen Fotoshooting mit der Burgruine im Hintergrund.
Kurz nach 16 Uhr machen wir uns auf den Rückweg zum College, wo wir unser Gepäck zwischengelagert haben. Unterwegs machen wir noch kurz Halt am Stoke Pub, wo wir einen Tisch für unser abendliches Treffen reservieren. Kaum zurück, kommen innerhalb von zehn Minuten die Gasteltern, um alle Projektteilnehmer in ihr vorrübergehendes Zuhause in den kommenden drei Wochen zu bringen.
Nach und nach erreichen mich erste begeisterte WhatsApp-Meldungen und Fotos aus den Gastfamilien. Auch während des Treffens im Stoke Pub setzen sich die begeisterten Berichte über die Gasteltern und deren häuslichen Gegebenheiten fort. Aufgrund des aktuellen  Wetterberichts beschließen wir noch unseren für Sonntag geplanten Ausflug nach London auf Samstag vorzuziehen, in der Hoffnung das beste Wetter am Wochenende für unsere Sightseeingtour nutzen zu können. Um 22 Uhr machen sich alle glücklich, aber nach einem äußerst ereignisreichen ersten Tag sehr müde, auf den Heimweg. 

I'm looking forward to three successful and exciting weeks for my students.

Greetings from Guildford
Heike Müller

Samstag, 11.März 2017
Heute Morgen haben wir uns alle um 9:00 Uhr an der Train Station in Guildford getroffen, um unsere erste Exkursion nach London zu starten. An der Waterloo Station angekommen, führte unser Weg zunächst zum London Eye sowie zu Big Ben und den Houses of Parliament. Dort hatten wir alle die Möglichkeit viele Bilder zur Erinnerung zu schießen. 
Geführt von Frau Müller ging es über den Parliament Square weiter zur Westminster Abbey. Über die Whitehall vorbei an 10 Downing Street setzten wir unsere Tour fort bis zur Horse Guard's Parade, wo wir uns die Wachen sowie einen kurzen Teil der Wachablösung anschauten. Im frühlingshaften St. James's Park konnten wir das ein oder andere Eichhörnchen entdecken, bevor wir Buckingham Palace erreichten. Zum Mittagessen gingen wir alle zusammen ins Garfunkels. Frisch gestärkt begaben wir uns zum Trafalgar Square. Dort, wie auch zu allen anderen Sehenswürdigkeiten gab uns das Organisationsteam, Svenja und Emily, interessante Informationen. Vorerst letztes Ziel war der Piccadilly Circus, wo wir etwas Zeit hatten einige Geschäfte näher anzuschauen. 
Aufgrund des heute sehr schönen und sonnigen Wetters beschlossen wir mit der U-Bahn zum Hyde Park zu fahren, wo wir uns nach einem kurzen Spaziergang am See vom Sightseeing erholten. Letzter Programmpunkt des Tages sollte eine Fahrt mit dem London Eye sein, leider waren jedoch die Tickets für den restlichen Tag bereits ausverkauft. Wir werden dies jedoch an einem anderen Tag definitiv nachholen. Den Abend werden wir heute im Stoke Pub in Guildford wieder gemeinsam ausklingen lassen.

Liebe Grüße aus England
Alisha Erbacher

Sonntag, 12. März 2017
Heute morgen haben wir uns alle um 10 Uhr am Haupteingang des Friary Centers in Guildford getroffen, um noch einige Wege zu unseren Praktikumsplätzen zu erkunden. Erste Station war das Guildford Borough Council, wo Svenja am Dienstag in ihr Praktikum startet. 
Danach fuhr Frau Müller mit einem Großteil der Gruppe weiter zur University of Surrey, um das Accommodation Office, das International Center und den Book- and Printshop Appleseed zu besichtigen. 
Nach einer kurzen Besichtigung der Kathedrale von Guildford (derzeit leider wegen Renovierungsarbeiten eine Großbaustelle), die neben dem Uni-Campus gelegen ist, traf sich die gesamte Gruppe beim Italiener in der Stadt, um gemeinsam Pizza zu essen. 
Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung: einige machten Sport, andere gingen shoppen oder haben Fußball geschaut. 
Nachdem wir uns alle bei unseren Gastfamilien mit einem Abendessen gestärkt hatten, trafen wir uns um 18:00 Uhr im Stoke Pub, um an einem Treffen der Babel Language Exchange Group teilzunehmen. Dort treffen sich regelmäßig Menschen (überwiegend im Alter zwischen 20 und 30) aus der ganzen Welt, die in Guildford und Umgebung leben und arbeiten, aber auch einige Engländer, um ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und um Erfahrungen miteinander auszutauschen. Das internationale Sprachtreffen war eine super Erfahrung für uns, wir haben viele junge Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt. Es hat Spaß gemacht unser Englisch ganz nach dem Prinzip "learning by doing" anzuwenden und wir haben gemerkt, dass es gar nicht so schwer ist, uns mit internationalen Gaststudenten, Au Pairs oder Muttersprachlern auszutauschen.

Viele Grüße
Melissa Müller

Montag, 13. März 2017: 
Sprachkurs am Guildford College
Heute war unser erster Tag am Guildford College für den Sprachkurs. Treffpunkt war um 09:30 Uhr an der Rezeption. Dort holte uns Roz, die Mitarbeiterin des International Centers ab und gab uns wichtige Informationen und Hinweise, die wir während unseres Aufenthalts in England beachten sollen. Danach machten wir einen Einstufungstest und einen Rundgang durch das College. Um 12 Uhr aßen wir alle zusammen Mittag im Food Court. Nach der Mittagspause begann der Sprachkurs mit unserer Lehrerin Helen. Der Unterricht mit ihr war sehr interessant, da sie ihn auf spielerische Art und Weise gestaltete. Zuerst machten wir ein Quiz über England, danach sprachen wir über die Herausforderungen, die uns an unserem Praktikumsplatz erwarten und wie wir diese lösen können. Anschließend übten wir das Telefonieren an den Praktikumsplätzen in drei Rollenspielen und wiederholten Vokabeln, die uns morgen in unseren Betrieben bestimmt weiter helfen werden. Um 15:30 Uhr endete der Sprachkurs mit Helen. Den restlichen Tag hatten wir zur freien Verfügung.

Liebe Grüße
Helen Kreis

Dienstag, 14. März 2017: 
Praktikumsbeginn im Appleseed Book- and Printshop der University of Surrey

Endlich! Mit großer Vorfreude, einem mulmigem Bauchgefühl, Neugierde und Aufregung sahen wir alle unserem ersten Arbeitstag entgegen.
7:40 Uhr der Bus fährt pünktlich ab. Alles, bloß nicht zu spät kommen, war die Devise, als wir bereits um 8:20 Uhr an der Universität ankamen. Praktikumsbegin war zwar erst um 9 Uhr, aber zu groß war die Angst schon am ersten Arbeitstag einen Fehler zu machen. Sind die Mitarbeiter nett? Werden wir alles verstehen? Viele Gedanken schossen uns durch den Kopf. Immerhin werden vier von uns für die nächsten drei Wochen hier im Book & Printshop und drei weitere Projektteilnehmer an anderen Praktikumsplätzen in der Universität arbeiten.
Nicht aufzufallen hatten wir uns vorgenommen, trotzdem erkannten die Mitarbeiter des Bookshop sofort, dass es sich bei uns um die Praktikanten aus Deutschland handeln musste. Waren wir doch so aufgeregt? Doch die erste Erleichterung: die Mitarbeiter waren nett und nahmen uns mit ihrer lockeren Art schon eine Menge unsrerer Anspannung ab. Man stellte uns dem Team vor und die Mitarbeiter des dazugehörigen Printshops standen denen im Bookshop in Sachen Freundlichkeit in nichts nach. Nachdem man uns alles gezeigt hatte, die erste Bewährungsprobe. Wir müssen uns aufteilen, 3 von uns dürfen zusammen im Bookshop arbeiten und einer/eine soll im Printshop arbeiten. Wen schicken wir allein in die Höhle des Löwen? ;-) Letztendlich traf es Emily, da manchmal ein "Mir ist es egal" reicht, um das eigene Urteil zu unterschreiben. Helen arbeitet mit uns im Bookshop zusammen.
Das Team des Bookshops behandelte uns sofort wie vollwertige Mitarbeiter. Wir durften von Anfang an alle Aufgaben selbst übernehmen. Wir waren sehr überrascht darüber, dass man uns schon nach so kurzer Zeit alleine abkassieren ließ, es gab doch soviel, was hätte schieflaufen können. In der Mittagspause trafen wir uns mit einer Mitschülerin, die ebenfalls hier an der Universität arbeitet, doch der Campus ist groß. Wo sollen wir zu Mittag essen? Nach einem kurzen Rundlauf entschieden wir uns in dem Supermarkt gegenüber des Bookshops uns ein paar Sandwiches und Wraps zu kaufen, wohlwissend, dass es noch so einiges auf dem Campus zu probieren gibt.
Um 17:00 kam dann endlich der ersehnte Feierabend, wir konnten auf einen aufregenden ersten Arbeitstag zurückblicken, an dem sich keine unserer Sorgen oder Ängste bestätigte und uns drei super Wochen versprach.
Zum Abschluss des Tages trafen sich fast alle im Stoke Pub, wo wir uns gegenseitig von unseren Praktikumserfahrungen berichteten. 

Liebe Grüße 
Christoph & Kai

Mittwoch, 15. März 2017:
Praktikum an der University of Surrey - Accommodation Services

Unser Praktikumsplatz ist an der Universität von Surrey in der Unterkunftsvermittlung. Der zweite Tag startete um 9 Uhr an der Manor Park Rezeption. Dort können die Studenten ihre Briefe und Pakete abholen, die sie bekommen haben. Obwohl Manor Park ein Teil der University ist, bleibt Stag Hill der zentrale Campus, wo sich die ganzen Fachräume und Büros befinden. Bei Manor Park handelt es sich nur um Studentenwohnhäuser, die Rezeption und ein kleines Resaturant. Wir begannen unseren Tag mit dem Einsortieren der verschiedenen gelieferten Pakete in die Regale. Die Regale sind mit den Buchstaben von A-Z ausgestattet und die Pakete werden nach dem ersten Buchstaben des Nachnamens des Empfängers einsortiert. Häufig auftretende Namen wie 'Chen/g', 'Chan/g' oder 'Wu', hatten ihr eigenes Fach. Nachdem wir alle Pakete eingeräumt hatten, wurde uns der Empfang gezeigt. Vereinzelt kamen Studenten, die ihre Briefe oder Pakete abholen wollten. Die Zeit flog vorbei und ehe wir uns versahen, war Mittagspause. 
Unsere Pause verbrachten wir in dem Restaurant, direkt neben unserer Rezeption. Gestärkt mit Chili con carne und einem Salat mit Hähnchen ging es zurück an die Arbeit. Wir trauten uns schnell mit den Studenten in Kontakt zutreten und wurden selbstsicherer. Ein Postbote nach dem andern brachte vereinzelte Pakete hinein. Larissa kontrollierte im Computersystem, ob der Student auf dem Gelände wohnt und versah es mit Datum und Nachnamen. Kimberley arbeitete die Pakete ab und sortierte sie in die Regale. Als es keine Pakete mehr für den heutigen Tag gab, setzten wir uns hinter den Tresen. Vor dem Tresen im Flur befand sich ein Regal mit alphabetisch, nach Nachnamen geordneten Fächern. Jeder Student kann hier selbstständig seine freizugängliche Post abholen. Unsere Aufgabe war es nun jeden Buchstaben durchzugehen, alle Briefe, die älter als 4 Wochen sind, auszusortieren und an den Absender zurückzuschicken. Schnell war auch der Nachmittag um und der Feierabend kam immer näher. Bei Sonnenschein gingen mit einem positiven Eindruck auch vom zweiten Arbeitsplatz unseres Praktikums nach Hause.

Viele Grüße
Larissa Rögner und Kimberley Metz 

Donnerstag, 16. März 2017:    
Praktikum bei Digital Clarity
Mein Tag startete heute um kurz nach 7:00 Uhr. Nachdem ich mich fuer die Arbeit fertig gemacht hatte ging es zusammen mit Svenja zum Fruehstueck. Wie fast jeden Tag gab es auch heute wieder getostetes Brot mit Peanutbutter - yummmy :) :) Um ca. halb 9 ging es dann auch schon los zur Arbeit. Ich arbeite hier bei Digital Clarity, einer Marketingagentur, die unter anderem Mercedes oder Santander auf der Kundenliste hat. Meine Aufgabe heute war es, fuer einen der Kunden, der Werbung mithilfe von sogenannten ' Google AdWords' schaltet, die 'negative Keywords' (keyword: der Begriff, den man in einer Suchmaschine eingibt, um auf eine bestimmt Webseite zu kommen) rauszufiltern, um ungewollte Cklicks und somit ungewollte Kosten zu verhindern. Damit war ich den ganzen Tag beschäftigt. Um 13:00 Uhr traf ich mich mit Svenja und wir verbrachten unsere Mittagspause zusammen. Wir kauften uns die traditionellen 'Pastys' (gefuellte Teigtaschen) an einem kleinen Stand in der Stadt. (Siehe Bilder.) Leider war das Wetter heute nicht so gut wie gestern, trotzdem nutzten wir die Stunde Pause, um ein bisschen an der frischen Luft zu sein. Danach ging es fuer uns beide wieder ab zur Arbeit. 
Um 17:30 Uhr hatte ich dann Feierabend und war mit Svenja zum shoppen in Guildford verabredet. Wir schlenderten durch die Stadt und das 'Friary Centre' ehe es um ca. 18:45 Uhr wieder zu unserer Gastfamilie ging, wo unsere Gastmutter Sally schon mit dem Essen auf uns wartete. Es gab Ravioli mit Pesto und Salat. Wie jeden Tag seit unserer Ankunft, schauten wir auch heute zusammen mit ihr die Sendung EMANDALE (nein, wir verstehen definitiv!! nicht alles :D). Danach machten wir uns auch schon wieder fertig, um uns um 20:00 Uhr mit allen anderen im Stoke Pub zu treffen und uns ueber die Geschehnisse des Tages auszutauschen.

Liebe Gruesse aus Guildford
Eure Melissa :)

Freitag, 17. März 2017:
Praktikum im Appleseed Printshop der University of Surrey
Heute ist schon der letzte Tag unserer ersten Woche. Die Zeit vergeht viel zu schnell! Um 8:30 Uhr habe ich das Haus meiner Gastfamilie verlassen, um mich auf den Weg zu meinem Praktikumsplatz im Appleseed Printshop der University of Surrey zu machen. Der Printshop ist eine kleine Druckerei auf dem Universitätscampus. Täglich kommen viele Schüler, Lehrer, Firmen und Menschen aus der Umgebung vorbei, um Plakate, Flyer, Visitenkarten, Abschlussarbeiten und andere Dinge drucken zu lassen. Gleich nach meiner Ankunft, habe ich mich an die Arbeit gemacht. Viele neue Aufträge lagen noch unbearbeitet in meinem Postfach. Der erste Job für heute war es Einladungen für eine Feier zu drucken: Die Druckmaschine richtig einstellen, Papier wechseln und drucken. Kaum war das erledigt, war auch schon der nächste Job dran, eine Broschüre für einen Sportartikelhersteller zu drucken. Eric ein Mitarbeiter der Druckerei hat mir dann gezeigt, wie ich die Broschüren mit der Schneidemaschine zurecht schneiden muss, sie mit der Faltmaschine falte und zusammen klammere. Anschließend haben wir gedruckte Papiere einer Kundin des vorherigen Tages ausgeliefert, die in einem nahegelegen Büro arbeitet. Diese hat sich darüber so gefreut, dass sie uns ihren Bereich zeigte. Ihr Büro gleicht einem kompletten Lager für Kleidung, Sammlungen von Zeitungsausschnitten, Bildern und anderen Dingen aus der Vergangenheit, die Studenten der Universität und andere Interessierte für Präsentationen und Aufführungen ausleihen und nutzen können. 
Im Nu war es auch schon wieder 12 Uhr, Zeit für die Mittagspause. Ich hatte mich Kimberley und Helen zum Essen verabredet. Heute waren wir im Supermarkt und haben dort die Küche ausprobiert. Nach der Pause ging es auch schon wieder weiter, neue Aufträge lagen im Postfach. Viele Studierende kamen und wollten Beratung für ihre Präsentationsmaterialien oder wollten Papiere als Ringbuch gebunden bekommen. Das Telefon stand auch nicht still. In der Druckerei gibt es immer sehr viel zu tun und so gehen acht Stunden Arbeitszeit ganz schön schnell rum. 
Nächste Woche tauschen Helen und ich unseren Arbeitsplatz. Dann arbeite ich im Bookshop und sie im Printshop. Ich bin sehr gespannt, ob es ihr im Printshop genauso gut gefallen wird wie mir. Zuhause bei der Gastfamilie gab es leckeres Abendessen und um 20 Uhr ging es ab in den Pub, um eine Cola oder einen (alkoholfreien) Cocktail zu trinken, sich mit den anderen auszutauschen und den Tag ausklingen zu lassen.

Viele Grüße aus Guildford
Emily Müssig

Donnerstag, 16. März 2017 & Freitag, 17. März 2017: 
Zu Besuch an den Praktikumsplätzen

Meine Besuchstour startete am Donnerstagmorgen am Guildford Borough Council bei Svenja. Bereits im dritten Jahr bietet die Abteilung, die sich um die Verwaltung und Instandhaltung der Sozialwohnungen des Bezirks Guildford kümmert, einen Praktikumsplatz für eine unsere Teilnehmerinnen. Geoff, Svenjas Mentor, erläuterte mir nochmals kurz den Tätigkeitsbereich seiner Abteilung bevor er sich im weiteren Gespräch sehr positiv über ihre sorgfältige und v.a. zügige Arbeitsweise äußerte. Danach führte er mich in das Großraumbüro, in dem Svenja während ihres dreiwöchigen Praktikums tätig ist. Sie berichtete kurz über ihre bisherigen Aufgaben, z.B. die Eingabe von Reparaturaufträgen ins System, wie auch ihre Zusammenarbeit mit wechselnden Mitarbeitern der Abteilung.
Nächster Stopp war der Bookshop Appleseed der University of Surrey, wo Christoph, Kai und Helen bei meinem Eintreffen fleißig bei der Arbeit waren. Egal ob Kasse, Ware einscannen, neu Dekorieren oder T-Shirts für den Druck vorbereiten - die Aufgaben sind hier auch in diesem Jahr wieder äußerst vielfältig. Emily, die diese Woche im Printshop eingeteilt ist, war gerade in die Arbeit vertieft, als ich auf dem Weg zu Gary, dem Chef des Book- and Printshops, an ihr vorbei kam. Gary besprach mit mir seine Pläne für den Einsatz seiner deutschen Praktikanten für die drei Wochen ihres Aufenthalts, was für die Vier auch weiterhin abwechslungsreiche Aufgaben verspricht. Wie immer schwärmte er von der effizienten Arbeitsweise aller bisherigen Schüler der Frankenlandschule, die auch unsere diesjährigen Projektteilnehmer bereits in den ersten drei Praktikumstagen erneut bestätigt haben. Nach einigen Minuten Smalltalk musste ich mich leider schon wieder verabschieden.
Die Mittagspause verbrachte ich plaudernd mit Helen auf dem Uni-Campus.
Danach ging es weiter zu UOP. Da ich jedoch früh dran war, konnte ich unterwegs noch einen kurzen Stop im International Centre des Guildford College einlegen, wo Hande mir berichtete, dass Kim sich bereits gut eingelebt hat und derzeit an einem längeren Projekt für Roz (Recherche von geeigneten Events für die internationalen Schüler des Colleges) arbeitet. Kim befand sich noch in der Mittagspause, sodass ich sie leider nicht antraf. Jedoch hatte sie mir an den vorhergehenden Tagen bereits berichtet, dass ihr die Arbeitsatmosphäre und die Aufgaben im International Centre gut gefallen.
Weiter ging es zu UOP, wo mich Melissa M. kurz nach meiner Ankunft an der Rezeption abholte. Ganz in ¨smart casual¨ gekleidet, erkannte ich sie im ersten Moment überhaupt nicht als sie aus dem Aufzug trat. Freudig führte sie mich nach oben in ein Büro, das ihre Chefin Fatma extra für unser Meeting vorgesehen hatte. Gleich holte Melissa alle ihre Unterlagen, um mir stolz ihre bisherigen Projekte zu zeigen. Sie unterstützt Fatma derzeit bei der Vorbereitung einer Konferenz, die im November in Athen stattfinden soll. Hierzu gehört u.a. die Vorbereitung eines Info-Pakets für alle Konferenzteilnehmer mit allgemeinen und persönlichen Reiseinformationen. Fatma betonte im anschließenden Gespräch, dass Melissa ihr viele wichtige Aufgaben abnimmt, die sie ansonsten selbst erledigen müsste. Für sie ist Melissas Unterstützung eine Entlastung, für Melissa eine schöne Herausforderung.
Letzte Station des heutigen Tages sollte nochmals die University of Surrey sein, wo ich für den Nachmittag noch Termine bei den Accommodation Services sowie im International Student Recruitment Office hatte. Sally ist bei den Accommodation Services für Larissa und Kimberley zuständig. Um ihnen nicht nur Office Work, sondern auch Abwechslung zu bieten setzt sie beide abwechselnd im Hauptbüro auf dem Stag Hill Campus sowie in der Postverteilzentrale auf dem Campus Manor Park ein. Während am ersten Platz Datenverarbeitung, -überprüfung und -aktualisierung im Vordergrund stehen, geht es am zweiten vor allem um das Sortieren und Ausgeben der Post für die internationalen Studenten. Sally ist an beiden Standorten mit der Arbeit ihrer Praktikantinnen sehr zufrieden.
Mein letzter Besuch war bei Alisha im International Student Recruitment Office angesetzt. Ihre Vorgesetzte Yoshie empfing mich strahlend und führte Alisha und mich in ein kleines Meeting Room, wo wir uns kurz unterhielten. Yoshie berichtete, dass sie ebenfalls dazu übergegangen ist ihre Praktikanten an zwei Orten einzusetzen, damit sie mehr Abwechslung am Praktikumsplatz haben. Somimt ist Alisha nicht nur in ihrer Abteilung sondern auch in den Student Services eingesetzt, wo sie noch etwas mehr Kontakt zu anderen Mitarbeitern hat. Alisha half bereits die restliche internationale Werbepost für den Versand vorzubereiten, kümmert sich um Datenaktualisierung, entwarf eine Werbeanzeige für eine Zeitung, neben weiteren Aufgaben. Eine Tour mit einer deutschen Masterstudentin auf dem Campus wurde ihr außerdem noch ermöglicht. Insgesamt gefällt es Alisha an ihrem Praktikumsplatz sehr gut, auch wenn manche Tage nicht so arbeitsintensiv sind, wie sie es von ihrem deutschen Ausbildungsplatz her gewohnt ist. Da wir beide nun Feierabend hatten, liefen wir gemeinsam nach Hause, da wir nur um die Ecke voneinander wohnen.
Am Freitagmorgen stand nur noch ein Besuch an, bei Jessica, die ihr Praktikum bei Disability Challengers einer Non-Profit-Organisation absolviert. In diesem Jahr war Charlotte, die unsere Praktikanten betreut im Haus und gab mir eine Tour und kurze Einführung in ihren Tätigkeitsbereich. Da das Thema Inklusion in Großbritannien noch keine große Rolle spielt, ermöglichen sie mit ihrer Einrichtung den Zielgruppen zwischen 2 und 25 Jahren in unterschiedlichen Programmen Förderung, Betreuung, inklusive Angebote und vieles mehr. Gleichzeitig stellen diese stundenweisen Angebote eine Entlastung für Eltern mit behinderten Kindern dar. Jessica ist im administrativen Bereich der Einrichtung eingesetzt und überprüft, ob Personen, die Disability Challengers eine Spende haben zu kommen lassen, diese (in ihren Steuern) angeben, da Disability Challengers dadurch zusätzliche Fördergelder vom Staat beziehen kann. Da sich die Einrichtung v.a. durch Spendengelder finanziert, zählt letztlich jedes Pfund. Obwohl diese Aufgabe relativ trocken ist, tröstet sich Jessica damit, dass sie den Kindern, die eine Etage tiefer spielen, etwas Gutes tut und zweitens sitzt sie mit sechs bis sieben weiteren sehr kommunikativen Mitarbeitern in einem Büro, sodass es ihr nicht langweilig wird. Charlotte ist dankbar für Jessicas wertvollen Beitrag in der Organisation, da sie während des Alltagsgeschäfts kaum dazukommen, diese Zahlen und Spendeneingänge diesbezüglich zu überprüfen.
Mein Fazit am Ende meiner Besuchstour nach dem ersten Drittel der Praktikumszeit ist äußerst positiv. Einerseits ist es für mich sehr erfreulich überall begeisterte Rückmeldung bezüglich der effizienten Arbeitsweise meiner Schüler zu erhalten. Andererseits bin ich überzeugt, dass alle ProjektteilnehmerInnen von ihrer Zeit an den Praktikumsplätzen profitieren werden, da sie schon jetzt Fortschritte in den vom ILWEA-Projekt angestrebten Bereichen Sprache, interkulturelle Fähigkeiten und Arbeitserfahrung in der englischen Arbeitswelt zu verzeichnen haben.
Im vierten Jahr hier vor Ort in Guildford ist es außerdem nicht zu übersehen, dass auch das Feedback der vergangenen Jahre ankommt und die Praktikumsgeber unsere Projektteilnehmer nicht nur als Hilfskräfte einsetzen, sondern versuchen sie und ihre Fähigkeiten nach besten Kräften zu fördern.
Meinen Schülern wünsche ich noch zwei weitere interessante Wochen hier in Guildford mit vielen weiteren schönen Erfahrungen!

Best regards from Guildford
Heike Müller



Samstag, 18. März 2017:
Exkursion nach Brighton
Heute morgen haben wir uns um 9:15 Uhr an der Train Station in Guildford getroffen. Von dort starteten wir unseren Ausflug nach Brighton. Nach 1,5 Stunden Zugfahrt und einem Umstieg am Airport Gatwick kamen wir dort an. Zuerst liefen wir durch einige Straßen von Brighton und sahen uns die verschiedenfarbigen Reihenhäuser North Laine mit ihren individuellen Shops genauer an. Danach ging es weiter zum Royal Pavilion, welcher außen nach indischem Vorbild erbaut wurde. Mit einem Audio Guide wurden wir durch den Pavilion geführt und haben viel über das Leben von George IV erfahren, der als Prinz von Wales diesen erbauen ließ und dort lebte. Besonders interessant war, dass die Innenausstattung im Gegensatz zum Äußeren nach chinesischem Vorbild erfolgte. 
Nachdem wir alle unsere Tour beendet hatten, gingen wir nebenan zum Italiener Mittag essen. Nach Pizza, Pasta und Salat stimmten wir alle zum "Happy Birthday" für Alisha an und überreichten ihr ein kleines Geschenk. 
Weiter ging es nun zum Brighton Pier. In der Ferne komnten wir auch den ehemaligen West Pier sehen, der nach einem Brand nicht mehr aufgebaut wurde. Auf dem Pier teilten wir uns auf, sodass sich jeder das anschauen konnte, was ihn besonders interessierte. So nutzten manche die Fahrgeschäfte, andere schauten sich in den Läden um oder machten Bilder am Meer. Bevor wir wieder mit dem Zug zurück nach Guildford fuhren, schlenderten wir noch ein bisschen durch die engen, malerischen Gässchen der Lanes von Brighton. Zurück in Guilford planten wir noch die Abfahrt nach London für den nächsten Tag und gingen dann nach Hause in unsere Gastfamilien, wo wir den restlichen Abend verbrachten.

Schöne Grüße aus England
Jessica Hörst

Sonntag, 19. März 2017:
Freier Tag in London
Loooooooondon here we go again!
Am Sonntag stand mal wieder London für uns auf dem Plan & das ließ vor allem die 10 Mädchenherzen höher schlagen. Denn hier haben die Geschäfte auch sonntags von 10:30 - 18:00 Uhr geöffnet. Doch bevor es endlich um 09:05 Uhr mit dem Zug losgehen konnte, durchliefen Melissa Link und ich erstmal unsere mehr oder weniger ruhige morgendliche Routine. Aufstehen, Duschen, Frühstücken inkl. Smalltalk mit unserer Gastmutter. Wie jeden Morgen mussten wir uns sehr beeilen, um den Treffpunkt pünktlich zu erreichen. Leider können wir das nicht immer, aufgrund von akuter Orientierunslosigkeit in Guildford. Doch mit einer kleinen Sprinteinheit am Morgen konnten wir dem zumindest ein bisschen entgegenwirken. Gleich nach dem Ankommen in London ging es mit dem Bus auch schon Richtung Chinatown. Auf dem Weg dorthin schlenderten wir durch den Covent Garden und bestaunten die süßen kleinen Verkaufshütten (Läden). Ab Chinatown bestand die Möglichkeit in Kleingruppen die Stadt zu erkunden und den Geldbeutel zu leeren. Für meine Gruppe hieß es aber erst mal den Bauch zu füllen und anschließend in aller Ruhe die Läden zu durchstöbern. Vor allem die englischen Süßigkeiten haben es uns angetan, deshalb war auch der riesige M&M Store einer unserer sehnlichst erwarteten Anlaufstellen. Danach wurde noch ein bisschen durch London geschlendert und gebummelt, bis es dann für uns um 18:00 Uhr wieder Bye Bye London hieß.
Doch der Abend war noch lange nicht vorbei - nach dem Essen in der Gastfamilie trafen sich noch einige Schüler in einem Pub, um über die neuen Errungenschaften zu plaudern.
Ich kann euch/Ihnen versichern, Melissa und ich werden mit Sicherheit noch einige Tage von unserem Aufenthalt in London - vor allem von den M&Ms - träumen.

See you later
Svenja Rudolf
Ergänzung zum Sonntagsausflug nach London:

Alisha, Jessica und ich wählten zwischen 13 und 14 Uhr als Alternativprogramm zum Shoppen den Besuch der diesjährigen St. Patrick's Day Parade, die sich vom Green Park über den Piccadilly Circus und den Trafalgar Square bis zur Whitehall bewegte. Eigentlich ist der St. Patrick's Day (17. März) ein irisches Fest zu Ehren des irischen Nationalheiligen. Die irische Community Londons feiert jedoch seit 2001 auch in der britischen Hauptstadt diesen Tag mit einer Parade und einem großen Fest auf dem Trafalgar Square. An der diesjährigen Parade unter dem Motto "World of Dance" nahmen laut Veranstalter ca. 6000 Personen teil, u.a. auch Londons Tanzgruppen anderer Kulturen. Diese farbenfrohe, abwechslungsreiche Parade bestehend aus Tanzgruppen, Musikkapellen, Bands, Fußgruppen irischer Gruppierungen, Lastwagen und anderen geschmückten Fahrzeugen, und vielem mehr, spiegelte eindrucksvoll die kulturelle Vielfalt Londons wieder. Dieses kulturelle Ereignis sollte man sich definitv nicht entgehen lassen!

Greetings from London
Heike Müller

Montag, 20. März 2017:
2. Sprachkurs am Guildford College

Heute hatten wir unseren zweiten Englischkurs bei Helen Jonathan am Guildford College. Unser Kurs begann um 9:30 Uhr. Zunächst sprachen wir darüber, was Kultur eigentlich ist, über die Bedeutung von "Cultural Awareness" im beruflichen Kontext sowie die kulturellen Unterschiede von Deutschland und England. Ergänzend schauten wir einen kurzen Film zum Thema Körpersprache mit den Schwerpunkten Händeschütteln, Gestik und Mimik in verschiedenen Kulturen an und beantworteten Fragen dazu. Zuletzt spielten wir in Gruppen ein Spiel, um zu üben, wie man in unterschiedlichen kulturellen Situationen angemessen reagiert. Nach unserer Mittagspause wurden wir in neue Gruppen eingeteilt und planten für zukünftige chinesische Geschäftspartner eine Geschäftsreise nach England, inklusive Unterkunft, Meeting und Kulturprogramm. Abschließend präsentierten wir unsere Ergebnisse und dann war der Sprachkurs schon wieder vorbei. Im Anschluss hatten wir Freizeit.

Viele Grüße
Larissa Rögner

Als besonderes Abendprogramm und Abwechslung zu unseren bisherigen Pub-Abenden beschloss ein Großteil der Gruppe sich nach dem Abendessen zum Bowlen im Guildford Spectrum Leisure Complex zu treffen. Auf zwei Bahnen spielten wir in zwei Fünfergruppen „just for fun“ zwei Runden, da wir alle keine Profis waren. Jedoch hatten Einzelne nach einigen Fehlversuchen schnell den richtigen „Wurf“ raus und überraschten sich selbst mit tollen Ergebnissen. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und kurz nach 22 Uhr machten wir uns alle auf den Heimweg. Es war definitiv ein schöner Abend! :-)

Greetings from Guildford
Heike Müller

Dienstag, 21. März 2017:
Praktikum im International Center des Guildford College

Larissas und mein Tag begann um 7 Uhr. Wir frühstückten zusammen und machten uns für die Arbeit fertig. Um 8:35 Uhr fuhr mein Bus ab. Angekommen an der Friary Bus Station spazierte ich zu meinem Praktikumsplatz, dem Guildford College.
Eine Stunde nach Abfahrt begann ich auch schon mit meiner Arbeit im Sekretariat des International Centers. Heute stand auf dem Plan, mein von letzter Woche begonnenes Projekt fertig zu stellen. Dieses bestand größtenteils aus Recherchearbeiten. Meine Aufgabe hierbei war es, nach günstigen Events und "unbekannten" jedoch spannenden Unternehmungsmöglichkeiten zu suchen. Am Ende sollte das ganze gedruckt und zu einem Heft gebunden werden, welches den Schülern "Insider Tipps" für Guildford und London liefert. Meine ganzen Ideen und Recherchen listete ich in Word auf und designte die Seiten mit Bildern und verschiedenen Formatierungen. Des Weiteren war ich für das Design des Covers verantwortlich.
Meine Mittagspause begann ich um 13 Uhr zu welcher ich mich mit Melissa in der Kantine des Colleges zum Essen verabredet hatte.
Zurück im Sekretariat bekam ich von Roz meine neue Aufgabe erteilt, nach vielen verschiedenen Berufsschulen in Madrid und Barcelona zu suchen, welche an einer Zusammenarbeit mit dem Guildford College interessiert sein könnten. Diese listete ich in einer Excel Liste auf und plante die Reisen zum Besuch der einzelnen Schulen nach Madrid und Barcelona.
Nachdem mein Arbeitstag um 17 Uhr endete, fuhr ich mit dem Bus zurück zu meiner Gastfamilie. Gegen 19 Uhr kamen Larissas und meine Gasteltern nach Hause, sodass wir gegen 20 Uhr zu Abend aßen und den Abend mit einem gemeinsamen "Filme schauen" ausklingen ließen, während sich der Rest der Gruppe mit Frau Müller im Stoke Pub traf.

Viele Grüße
Kim Wacker 

Mittwoch, 22. März 2017:
Praktikum bei UOP Limited
Heute ist bereits die Hälfte unseres Englandaufenthalts in Guildford vorbei und somit steht der Lehrerwechsel an. Nachdem wir uns gestern Abend alle von Frau Müller verabschiedet haben, kam heute Nachmittag Frau Schubert in Guildford an. Aber jetzt erst einmal eins nach dem anderen: Mein Tag startete um 7:30 Uhr. Nachdem ich mich für das Praktikum fertiggemacht habe, frühstückte ich zusammen mit meinen Gasteltern. Es gab Bagels, Müsli und Früchte. Kurz vor neun machte ich mich auf den Weg zu meinem Praktikumsplatz, der nur 5 Minuten entfernt vom Haus meiner Gastfamilie liegt. Mein Praktikumsgeber "UOP" ist ein weltweit führender Hersteller und Lizenzgeber von Anlagen, welche für die Erdölveredelung, die Erdgasaufbereitung, sowie für die Petrochemie genutzt werden. Zu meinen täglichen Aufgabenbereichen zählt das Erstellen und das Ausfüllen von Firmendokumenten in Excel und Word, das Buchen von Flügen, Hotels und Transfers für anstehende Geschäftsreisen, das Beantragen von Visa, das Erstellen von Ordnern und vieles mehr. Speziell heute habe ich zum Beispiel ein Visa für Algerien beantragt, Geschäftsbriefe geschrieben, Reiseunterlagen ausgedruckt und mich mit Hotels bezüglich der Unterbringung verschiedener Geschäftsreisenden auseinandergesetzt. Meine Mittagspause verbrachte ich in der UOP Firmenkantine, es gab Chicken Curry mit Reis und Raukesalat. Um 17:00 Uhr beendete ich meinen Praktikumstag und machte mich zusammen mit Kim auf den Weg in die Stadt.
Nach unserem typisch englischen Abendessen in der Gastfamilie machten wir uns auf den Weg zu unserer Stammkneipe, dem "Stoke Pub", um dort Frau Schubert willkommen zu heißen und um mit ihr ihren ersten Abend in Guildford zu verbringen. Sowohl die ILWEA-Teilnehmer als auch Frau Schubert hatten viel zu erzählen. Gegen 22:00 Uhr, machten wir uns alle auf den Heimweg.

Liebe Grüße
Melissa Müller

Donnerstag, 23. März 2017:
Praktikum im Appleseed Printshop
Heute begann mein Tag um 7:00 Uhr. Kimberley und ich frühstückten gemeinsam und machten uns dann bei leichtem Nieselregen auf den Weg zur Arbeit. Ich arbeite in der University of Surrey im Book- and Printshop und bin diese Woche im Printshop eingesetzt. Dort angekommen beantwortete ich eingehende Emails und Druckaufträge von Studenten. Danach fertigte ich Ringbücher an und half Eric, einem Mitarbeiter des Printshops, beim Beraten und Abkassieren der Kunden. Die Zeit verging sehr schnell und um 12 Uhr traf ich mich mit Emily und Kimberley zur Mittagspause. Wir holten uns einen kleinen Snack im Supermarkt der Universität und unterhielten uns über den bevorstehenden Ausflug am Wochenende, da wir unseren eigentlichen Plan wegen des Terroranschlags in London umstellen. Nach der einstündigen Mittagspause ging es sofort wieder an die Arbeit. Ich druckte Visitenkarten und Abschlussarbeiten für die Studenten und anschließend schnitt ich Blätter an der Maschine zurecht. Kurze Zeit darauf hatten Emily, Kai, Christoph und ich jeweils ein Gespräch mit Gary, unserem Vorgesetzten. Er wollte wissen, wie es uns bisher gefällt und welche Arbeit wir in der restlichen Woche im Book- and Printshop noch kennenlernen möchten. Danach durften wir eine Farbe unserer Wahl für einen University of Surrey Pullover aussuchen, den wir nach unserem dreiwöchigen Praktikum vom Book- and Printshop geschenkt bekommen.
Am Ende des Tages trafen wir uns in kleiner Runde wieder in unserem Stammpub. Eigentlich hätten wir gern einen anderen beliebten Pub ausprobiert, aber eine Pubcrawl-Veranstaltung hat den Wechsel in den Wetherspoon Pub verhindert – unter 18 durften wir nicht rein. Dann aber hatten wir großen Spaß, wenn auch keinen großen Erfolg beim Pub-Quiz: „Mueller & Friends“ erreichten immerhin die Hälfte der Punktzahl der Gewinner und waren besonders stolz, nicht die letzten zu sein. :-)

Liebe Grüße
Helen Kreis

Freitag, 24. März 2017:
Praktikum im International Student Recruitment Office der University of Surrey

Heute stand der letzte Arbeitstag für diese Woche an. Um 9 Uhr ging mein Tag an der Uni los, hier bin ich Dank meiner Betreuerin Yoshie jeden Tag in einer anderen Abteilung eingesetzt und lerne so viele verschiedene Kollegen und auch Studenten kennen. Seit gestern bin ich in Julians “Home Team” tätig. Hier werden die “Student Ambassadors” für ihre Arbeiten eingeteilt. Studenten können “Botschafter“ werden und übernehmen dann Aufgaben an der Universität wie z. B. Campustouren, Postdienste usw. Vor kurzem fanden an der University “Applicant Days” statt. Die Teilnehmer der Applicant Days, haben an einer Umfrage über die Universität und die Applicant Days teilgenommen. Da dies auch über Julians Team organisiert und bearbeitet wurde, kam mir die Aufgabe zu, diese Umfrage auszuwerten. Hierbei musste ich 5-10 Schlagwörter finden und alle Anworten den Schlagworten zu ordnen, um herauszufinden, wie viele Teilnehmer mit etwas nicht zufrieden waren, um dies in Zukunft verbessern zu können.  Zur Mittagspause war ich mit dieser Aufgabe fertig und traf mich in der Pause, mit Emily zum Essen. Nach unserer einstündigen Pause erwartete mich dann direkt die nächste Umfrage. Um 17 Uhr war mein Arbeitstag zu Ende. Nach dem Abendessen in unseren Gastfamilien werden wir uns heute alle zusammen im Kino treffen und uns “Beauty and the beast" ansehen und gemeinsam das Wochenende beginnen.

Liebe Grüße aus England
Alisha Erbacher

Samstag, 25. März 2017:
Exkursion nach Portsmouth
Heute Morgen haben wir uns gemeinsam mit Frau Schubert um 9:45 Uhr an der Train Station in Guildford getroffen. Um 10:13 Uhr ging es endlich los in Richtung Portsmouth und wir waren schon alle sehr auf die schöne Hafenstadt gespannt. Nach einer guten Stunde Zugfahrt kamen wir endlich an. Kaum waren wir an der Train Station ausgestiegen, sahen wir schon das Meer mit den bezaubernden Schiffen. Unsere erste Anlaufstelle in Portsmouth war der Spinnaker Tower. Von hier aus hatten wir bei dem wundervollen Wetter eine Wahnsinnsaussicht auf die ganze Stadt und das Meer. Das Highlight des Towers ist der Glasboden in Höhe von 100 Metern mit Blick auf den weit entfernten Boden. Nachdem wir die schöne Aussicht auf das Meer und die schöne Hafenstadt ausgiebig genossen hatten, gingen wir alle gemeinsam in einem Restaurant direkt am Meer essen.
Beim Essen genossen wir die schöne Sonne und die Gemeinsamkeit untereinander. Als wir alle gesättigt waren, machten wir uns auf den Weg zur HMS Victory. Die HMS Victory wurde 1765 gebaut und ist somit das älteste Schiff im britischen Marinedienst. Nach einer sehr interessanten Besichtigung hieß es leider schon wieder Fertigmachen für die Heimreise. Wir liefen zusammen zur Train Station in Portsmouth zurück und schauten uns auf dem Weg nochmals das schöne blaue Meer an. Im Zug waren wir alle sehr müde von den vielen schönen Eindrücken. Um 18:45 Uhr in Guildford angekommen machten sich alle auf den Weg zurück in die Gastfamilien, wo die Gasteltern schon mit dem leckeren Essen warteten. Nach einem langen Tag und einem wundervollen Gespräch mit den Gasteltern gingen wir auch schon ins Bett, um am Sonntag fit für unseren nächsten Ausflug zu sein.

Viele Grüße aus Guildford
Kai Lorenz

Sonntag, 26. März 2017: 
Freier Tag in Brighton
Unser Tag startete heute nach einer kurzen Nacht (Zeitumstellung, ... :-)) um 7.30 Uhr. Nachdem wir uns wie jeden Morgen geduscht und fertig gemacht hatten, ging es zusammen mit Svenja zum Frühstück. Und wie sollte es anders sein: Es gab getoastetes Brot mit Peanutbutter ! :-) Dann ging es auch schon los zum Bahnhof, wo wir uns um 9.45 Uhr mit den anderen trafen, um mit dem Zug um 10.43 Uhr nach Brighton zu fahren. Dort angekommen schlenderten wir gemütlich durch die kleinen Gassen und machten uns anschließend auf zum Mittagessen. Wir entschieden uns für ein 'All you can eat'-Restaurant, dass alles zu bieten hatte, was das Herz begehrt. Von Pizza über Pasta bis hin zu Reis und jeder Menge Salat! Nachdem wir uns gestärkt hatten, hatten wir die Möglichkeit in Kleingruppen das zu tun, worauf wir Lust hatten. Svenja, Kai, Melissa, Kim und ich entschieden uns für eine kurze Shoppingrunde durch Brighton und machten uns dann auf zum Strand, um das schöne Wetter zu genießen - unser Kai war sogar so mutig und hat es gewagt ins Wasser zu gehen (aber nur mit den Füßen :-)). Um 18.00 Uhr war der Tag in Brighton auch schon wieder vorbei und wir trafen uns mit den anderen, um zurück nach Guildford zu fahren. Dort angekommen machten Svenja und ich uns auf den Weg zum Supermarkt - es war Muttertag und wir haben uns dazu entschieden unsrer 'Host mother' ein paar Blümchen mitzubringen über die sie sich sehr gefreut hat. Da der Tag hier in England groß gefeiert wird, gab es heute ein besonderes Abendessen und einen besonders leckeren Nachtisch. Nachdem wir aufgegessen und uns ein bisschen mit unserer Gastmutter unterhalten hatten, endete auch schon der letzte Tag der zweiten Woche für uns.

Liebe Grüße nach Deutschland
Eure Melissa Link

Montag, 27. März 2017: 
Letzter Sprachkurs am Guildford College
Unsere letzte Woche in England ist nun angebrochen, bald steht der Rückflug nach Frankfurt an. Heute hatten wir jedoch noch einmal unseren Englischkurs, dass letzte Mal. Anders als die letzten beiden Male wurden wir heute von Patrick unterrichtet. Das Thema der heutigen Einheit war Werbung. Bevor wir jedoch über notwendige Eigenschaften einer guten Werbung diskutiert haben, frischte Patrick unser Grundvokabular zum Thema Werbung und Business noch einmal schnell auf. Nun konnten wir uns endlich an die drei Videos mit verschiedenen Werbungen wagen. Ob diese heutzutage noch den gewünschten Effekt erzielen würden, ist fraglich, jedoch zeigten sie ganz deutlich mit welchen Mitteln Unternehmen ihre Produkte bewerben und was bei einer guten Werbung nicht fehlen sollte. Des Weiteren haben wir uns einige Vokabeln angeschaut, die mit Werbung in Verbindung stehen, wie zum Beispiel die Möglichkeiten Werbung zu verbreiten. Dies haben wir dann anhand von Beispielen, indem wir verschiedenen Produkten/Dienstleistungen die optimalen Werbemethoden zugeordnet haben, verinnerlicht. Nach der Mittagspause haben wir uns dann einen Text angehört, in dem die Wesentlichen Schritte des Entstehungsprozesses von Werbung näher erläutert wurden. Nachdem wir dann anschließend noch verschiedene Werbungen, in Zweiergruppen, auf Zielgruppe, erzeugte Stimmung und Image analysiert haben, durften wir in dreier Gruppen unser eigenes Parfüm designen und bewerben. Hierzu mussten wir ein Werbeplakat inklusive Namen und Slogan entwickeln und den anderen Gruppen vorstellen. Nach dem Englischkurs machten wir uns auf den Weg zum Airhop, um uns eine Stunde lang auf den Trampolinen auszupowern und auf dem Trampolinvölkerballfeld Feingespür und Taktikverständnis zu beweisen. Nach der Stunde, die alle Energiereserven restlos ausgeschöpft hatte, ließen wir den Abend im „Creams“ mit leckeren Waffeln, Milchshakes und fruchtigen Smoothies ausklingen.

Viele Grüße
Christoph Klöckner

Dienstag, 28. März 2017: 
Praktikum an der University of Surrey – Appleseed Bookshop 
Die letzte Woche ist schon voll im Gange. Um 8 Uhr klingelte mein Wecker. Erst mal gemeinsam mit Melissa frühstücken und auf geht es zu einem kleinen Spaziergang von 20 Minuten zu meinem Praktikumsplatz im Bookshop an der University of Surrey. Neue Woche neuer Wechel: Christoph und Kai arbeiten diese Woche im Printshop und Helen und ich im Bookshop. Im Bookshop gibt es viel zu tun. Seit vier Wochen hat der Bookshop ein neues Kassensystem, in dem noch nicht alle Waren des Bookshopes registriert sind. So ist es unsere Aufgabe sämtliche Geburtstag und andere Geschenkkarten im System einzuscannen. Heute ist auch neue Ware eingetroffen. Diese muss natürlich überprüft werden, ob alles Bestellte enthalten ist. Dann können wir sie auspacken etikettieren, einräumen und verkaufen. Gary der Druckspezialist des Bookshops hat uns heute eine riesige Freude gemacht. Unsere heißersehnten Pullis sind eingetroffen und Gary hat sie uns entsprechend unserer individuellen Wünsche bedrucken lassen. Dann war es auch schon wieder 12 Uhr: Zeit für die Mittagspause. Helen, Larissa und ich haben uns in die Aula gesetzt und jeder hat sein mitgebrachtes Essen gegessen. Nach der Mittagspause ging es weiter mit Abkassieren, Einräumen und Auffüllen von T-Shirts und vielem mehr. Um 15:30 kam Frau Schubert vorbei, um nach uns zu schauen. Dann war auch schon gleich wieder 17 Uhr – Zeit für Feierabend. Den Abend ließen wir ganz entspannt im Pub ausklingen.

Viele Grüße
Emily Müssig

Mittwoch, 29.März 2017: 
Praktikum an der University of Surrey – Accommodation Office
Um 6.00 Uhr startete ich meinen Tag. Rasch machte ich mich im Bad fertig und hörte dabei Musik. Nach der morgendlichen Routine gab es Frühstück – Tee und Cornflakes. Mein Arbeitsplatz ist das Accommodation Office der University of Surrey, allerdings verbringe ich dienstags und mittwochs meinen Arbeitstag an der Außenstelle Manor Park. Manor Park ist ein Ort wo Studentenwohnheime sind - rund 2000 Studenten wohnen hier. An der Rezeption können die Studenten ihre Post abholen sowie Fragen stellen, wenn sie Hilfe benötigen oder ein Problem haben. Arbeitsbeginn war für mich um 9.00 Uhr mit dem Empfang der ersten Pakete. Das bedeutet, dass sie mit dem Nachnamen des Empfängers und dem heutigen Datum versehen werden. In einer Excel-Tabelle werden die Pakete zugeordnet und in der Rezeption aufbewahrt. Jeder der ein Paket/Brief bekommt wird von der Rezeption kontaktiert und kann dann die Post abholen. So verbrachte ich meinen Vormittag. Pro Tag kann es bis zu 300 Pakete geben. In der Mittagspause telefonierte ich nach Deutschland und aß ein Sandwich. Nach der Mittagspause war es sehr ruhig, da die Studenten zu diesem Zeitpunkt an der Universität sind und ihre Vorlesungen besuchen. Einige Studenten holten ihre Post dennoch ab und ich übergab sie ihnen. Die Arbeit mag ich sehr, da man sein Englisch hier gut in der Praxis einsetzen kann. Zwischendurch kamen einige Pakete, die ich einräumte, aber hektisch wurde es nicht mehr. Den Abend verbrachte ich mit der Gruppe im Freizeitzentrum ,,Spectrum", wo wir wieder gemeinsam bowlten.

Liebe Grüße
Kimberley Metz

Donnerstag, 30. März 2017:
Praktikum beim Guildford Borough Council
Unser Aufenthalt rückt immer mehr dem Ende zu und die Vorfreude auf die Rückkehr, aber auch die Trauer Guildford zu verlassen steigen mit jeder Stunde. Doch bevor das passiert, darf ich noch von meinem Praktikum am Borough Council berichten. Dieses ist vergleichbar mit der Verwaltung in einer Stadt. Aber ich beginne einfach ganz am Anfang meines Tages. Gegen 7:00 Uhr stehen Melissa und ich jeden Morgen zusammen auf, um gemütlich in den Tag zu starten. Hierbei darf natürlich ein ausgewogenes Frühstück nicht fehlen und es ist uns schon fast peinlich, aber unsere Gastmutter Sally hat schon das 3. Erdnussbutterglas für uns gekauft. Naja, die Kalorien werden dann bei unserem fast 30minütigen Spaziergang zu unseren Arbeitsplätzen abtrainiert. Kurz bevor ich das Borough Council erreiche darf ich durch den kleinen idyllischen Park laufen (siehe Bild) - da fällt es einem schon schwer, bei schönem Wetter nicht einfach am See die Sonne zu genießen, sondern zu arbeiten. :-) Doch wenn ich dort endlich angekommen bin, darf ich mich dann erst mal an der Rezeption melden und mir einen DailyPass aushändigen lassen. Ich arbeite hier in der Housing Abteilung, sprich der Verwaltung der Sozialwohnungen und Garagen in Guildford. Meine Hauptaufgaben bestehen aus dem Einspielen der neuen Aufträge in das System, dem Canceln von nicht erfüllten Aufträgen, dem Abgleichen von Listen und dem Digitalisieren der Archivunterlagen. An ein paar Tagen durfte ich Teri helfen, sie ist für die „Charges“ verantwortlich, das heißt sie berechnet die anfallenden Kosten, wenn Bewohner eine Garage oder ein Haus mieten. Teri gab mir einen super Einblick in ihre Arbeit und hat sich reizend um mich und vor allem mein leibliches Wohl gekümmert. Neben ausreichenden englischen Tees und Donuts gab es stetig liebe Worte, wie toll sie meine Arbeit und mein Englisch findet. (Siehe Bild) Das spornt natürlich noch mehr an, sein Bestes zu geben. Um 13 Uhr traf ich mich dann wie jeden Tag mit Melissa Link für unseren Lunch in der Stadt. Neu gestärkt und voller Frühlingsgefühle, da heute echt super tolles Wetter war, ging es für mich nochmal von 14:00 bis 17:00 Uhr ans Digitalisieren der Akten. Danach ging es noch mal für einen kleinen Bummel in die Stadt - den haben wir uns aber auch wirklich verdient. (Heute habe ich 167 Akten geschafft!) Der Stoke Pub war natürlich wieder für das Abendprogramm geplant und wir probierten uns erneut an unserer neuentdeckten Leidenschaft, dem Pool spielen. Eine lange Reise neigt sich dem Ende zu - aber dafür haben wir hier Erinnerungen sammeln dürfen, die wir mit Sicherheit niemals vergessen werden. Two days left to see Germany again.

See you soon
Svenja Rudolf

Freitag, 31. März 2017:
Praktikum bei den Disability Challengers
Nach drei Wochen war heute der letzte Arbeitstag. So machte ich mich noch einmal auf den Weg zu den Disability Challengers. Dort angekommen, machte ich mich wieder an meine Arbeit. Während meiner Zeit dort arbeitete ich an einem Spendenprojekt mit. Nachdem bei allen Spenden überprüft wurde, ob sie in der Steuer angegeben werden, sodass vom Staat Fördergelder bezogen werden können, erstellte ich eine Übersichtstabelle. Aus dieser ist dann ersichtlich, für welche Spenden Fördergelder erhalten werden können. Um die Anträge dafür zu erstellen, fügte ich zu jedem einzelnen Spender die Adresse, die Postleitzahl sowie die Höhe der jeweiligen Spende hinzu. Durch diese Arbeit haben die Challengers die Möglichkeit noch mehr Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche anzubieten, da dies ein wichtiger Teil der Geldbeschaffung ist. Meine Zeit dort ist sehr schnell vergangen und es war ein interessanter Einblick, besonders da es sich nicht um einen Industriebetrieb handelt, sondern eine Non-Profit-Organisation. Zum Abschied habe ich vom Fundraising-Team ein T-Shirt und eine Karte bekommen, die mich an meine Zeit in England und besonders an die Challengers erinnern wird. Das gesamte Team war sehr dankbar für die Arbeit, die ich in den letzten Wochen geleistet habe.
Zum Abschluss von unserer Zeit hier in Guildford haben wir uns abends noch ein letztes Mal im Stoke Pub getroffen, bevor wir morgen um 7:00 Uhr am Guildford College die Heimreise antreten.

Liebe Grüße aus England
Jessica Hörst

Samstag, 1. April 2017:
Gen Heimat!
Der Wecker klingelte früh, und es war kein Aprilscherz. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass ich beiweitem nicht als erste der Gruppe wach war - letztes Packen und Umpacken war in vollem Gange. Hmmm, hatte ich nicht gestern früh noch an das rechtzeitige Packen erinnert? Aber "rechtzeitig" ist man auch dann noch, wenn man den morgendlichen Shuttlebus zum Flughafen pünktlich erreicht, und da um 7:05 bereits alle mit formvollendetem Gepäck am College bereitstanden, konnten wir ohne Verzögerung abreisen. Gelenkt von unserem charmanten Fahrer Tony brauste dann auch der Bus ohne Unterbrechung bei weiterhin schönstem Wetter dahin. Ich kann jedem Reisenden nur raten, sich mit einem Bus an den Flughafen Heathrow fahren zu lassen: Denn dieser hat eine Busspur, mit der wir den Stau auf dem Zubringer zum Flughafen - wörtlich - links liegen ließen. Sehr komfortabel! Nach dem Aussteigen tat sich eine erste Hürde vor uns auf: Die Aufzüge des Flughafens. Frohgemut drückten wir auf den Rufknopf. Und dann noch einmal. Und noch einmal. Es begann ein unerwartetes, gebanntes Starren auf die LED-Anzeige, die munter zwischen 1 und 5 umhersprang und nur sehr selten einmal "auf unser Niveau", Etage Null, herabließ. Dies geschah vier Mal, aber einen leeren Aufzug gab es nicht so schnell. Ein weiterer Tipp an alle Reisenden: Wenn man von Level 4 nach Level 5 will und in einen Aufzug steigt, der Bereits ein Signal von Etage Null bekommen hat ("This lift is going DOWN"), dann öffnen sich die Türen mit hoher Wahrscheinlichkeit vor wenig begeisterten Gesichtern auf Etage Null. Zehn Minuten später (Warum gab es eigentlich keine Treppen?) erreichten wir Ebene 5, "Departures". Ich führte die Gruppe auf deren Wunsch hin noch einmal zu den Gepäckwaagen, wo einige - sicher ist sicher - noch einmal und mit großer Effizienz diverse Mitbringsel ins Handgepäck umschichteten, um Übergewicht des Koffers zu vermeiden. Good job! Das Check-In wurde nach kurzem Anstehen auch gemeistert (ganz ohne Übergewichtszuschlag!), und so "erleichtert" begaben wir uns durch den Sicherheitscheck. Anschließend suchten wir uns in der Wartehalle eine Sitzgruppe zum Ausruhen und Abwarten und nutzten die Gelegenheit, um letzte Souvenirs sowie Essen und - in meinem Fall - einen letzten Becher guten, Englischen "tea" zu erwerben. Der Rückflug verging, wie man so sagt, wie im Flug. Wir landeten pünktlich und ich rief unseren Busfahrer an, der uns prompt aufsammelte und nach Walldürn brachte. Eh wir uns versahen, kamen wir vor der Frankenlandschule zum Stehen, wo schon viele Eltern zur Begrüßung bereitstanden. Und auch wenn es eine sehr gute, erlebnisreiche Zeit in England war und die Berufsschülerinnen und -schüler viele spannende Erfahrungen gesammelt haben, konnte man doch aus den aufgeregten Rufen der Gruppe heraushören, dass es auch nach dem schönsten "work placement" eine Freude ist, wieder daheim zu sein.
 
Ich danke abschließend allen Unterstützern unseres Projekts daheim, an der Frankenlandschule und in den Firmen, allen Lesern unseres Blogs und natürlich der ganze Gruppe für ihre fantastische Mitarbeit und ihr vorbildliches Verhalten! Es war eine fantastische Reise mit euch und ich hatte viel Spaß daran, mit euch zu arbeiten und zu entdecken!
 
Excellent work, team!
 
Yours
Mrs Schubert

 
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