3.1 - Tag der Wirtschaft - Homepage Frankenlandschule

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Online-„Schnupperstudium“ an der Frankenlandschule Walldürn

Mittlerweile zum sechsten Mal fand an der Frankenlandschule Walldürn der Tag der Wirtschaft statt, in diesem Jahr jedoch unter Pandemiebedingungen als Online-Veranstaltung. So konnte durch die digitale Umsetzung auch diese Veranstaltung für die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums ein fester Bestandteil im Jahresablauf der Schule bleiben. Der stellvertretende Schulleiter Frank Stephan begrüßte die Referenten und dankte der Abteilungsleiterin Heike Diener und dem Fachschaftsleiter WG Markus Nohe für die gute Organisation der Veranstaltung. Einen besonderen Dank sprach Herr Stephan noch Herrn Patrick Oeden und Herrn Michael Volk aus, die sich bereit erklärt hatten, die technischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu schaffen. „Wir freuen uns, dass die gute Kooperation mit den hochkompetenten Referenten aus dem Hochschulbereich und dem Finanzwesen diesen Tag an der Schule möglich macht“, so Frank Stephan.

Für die Schüler der Jahrgangsstufe 2 fanden  zwei Vorträge statt: Prof. Dr. rer. pol. Jens Koch, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Heilbronn am Campus Schwäbisch Hall, referierte über die Möglichkeit der Fremdfinanzierung von Unternehmen anhand von Anleihen aus Finanzierungs- und Investitionssicht. Seinen Vortrag gestaltete er am Beispiel eines Unternehmens, das in erneuerbaren Energien investiert. Zunächst stellte er die theoretischen Grundlagen der Finanzierung vor und ordnete die Anleihen der langfristigen Fremdfinanzierung zu. Anschließend stellte Prof. Koch die Vor- und Nachteile dieser Thematik vor, ehe er den Zusammenhang zwischen Marktzins und Anleihewert erläuterte. Aufbauend auf Kurs- und Preiseffekte sowie Wiederanlage- beziehungsweise Reinvestitionseffekte ging er auf das Zinsänderungsrisiko ein. Er stellte dabei auch dar, dass gerade im Bereich der erneuerbaren Energien in Zukunft mit hohen Renditen bei Anleihen zu rechnen sei.

Für den zweiten Vortrag konnte Norman Stollhof von der Deutschen Bundesbank für die Veranstaltung gewonnen werden. Er befasste sich mit der Geldpolitik und dem Eurosystem. Zu Beginn seines Vortrags ging er auf die Unterrichtsinhalte zur Bundesbank und zur Europäischen Zentralbank ein, indem er deren Aufgaben und Strukturen zurück ins Gedächtnis rief. Anschließend ging er auf den Begriff des Geldes ein, definierte diesen und zeigte den Schülern die Geldentstehung auf. Über die Abgrenzung und Messung der Geldmenge gelangte er schließlich zur Thematik der Inflation und Deflation. So konnten die Schülerinnen und Schüler zu ihrem bereits aus dem Unterricht mitgebrachten Wissen weitere interessante Eindrücke gewinnen und erhielten somit auch ein Gespür, aus welchen Gründen die Unabhängigkeit der EZB von großer Bedeutung ist. Desweiteren besprach Herr Stollhof noch die Möglichkeiten der Geldschöpfung der EZB und stellte das Dilemma der EZB dar, in der diese sich gerade befindet bezüglich der Entscheidung einer Zinserhöhung zur Inflationsbekämpfung und der dadurch dämpfenden Wirkung auf die Wirtschaft, die aber gerade jetzt in der Pandemie „günstiges“ Geld benötigt.

Alle Vorträge bauten einerseits auf bereits im Unterricht kennengelernte betriebs- und volkswirtschaftliche Themenbereiche auf, stellten zugleich aber auch eine Vertiefung und Erweiterung der Lerninhalte dar und boten den Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick, wie sich eine Vorlesung in einem späteren Studium „anfühlt“, insbesondere unter Pandemiebedingungen als Online-Veranstaltung.
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