19. Anne Grießer - Homepage Frankenlandschule

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Anne Grießer entführt Schüler der Frankenlandschule in das 17. Jhd.

Von: A. Geier

Mehr Walldürn ist eigentlich nicht möglich: Der bei einem Unfall erblindete kleine Bruder des bekannten Walldürner Bildhauers Zacharias Juncker ist die Hauptfigur im neuesten Roman der aus Walldürn stammenden Autorin Anne Grießer, den diese bei einer Lesung für die Schülerinnen und Schüler der Walldürner Frankenlandschule vorstellte. Krieg, Armut, Aberglaube, Hexenwahn – inmitten dieser unschönen Umstände schlägt sich Philipp Juncker durchs Leben. Der Protagonist in „Der Fluch des Blutaltars“ erlebt all dies im frühen 17. Jahrhundert vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges. In der Autorenlesung für die Schüler des Kaufmännischen Berufskollegs sowie des Wirtschaftsgymnasiums verstand es Anne Grießer sehr überzeugend, den widrigen Lebensalltag in Walldürn, Miltenberg oder Bad Mergentheim in der Übergangsphase vom Mittelalter zur Neuzeit lebendig werden zu lassen. Die Autorin absolvierte 1986 ihr Abitur an der Frankenlandschule und lebt heute in Freiburg. Schulleiter Torsten Mestmacher begrüßte die frühere Schülerin und leitete mit einer Einführung in die Zeit der Glaubenskriege zur Lesung über. Die Schülerinnen und Schüler erlebten nun einige Episoden aus Philipp Junckers Leben und machten Bekanntschaft mit großer Armut, dunklen Kerkern und fanatischem Glauben, nahmen teil an Hexenverfolgungen und absurden Schauspielen wie dem Gerichtsprozess gegen „Schlitzohr“, den Hund Philipp Junckers. Der Hund darf überleben, soviel wurde verraten, das Ende dieses regio-historischen Romans blieb jedoch ein Geheimnis, das der Leser selbst lüften muss. Lust darauf hat Anne Grießer mit ihrer Lesung jedenfalls gemacht. Anne Grießers Ansatz, dass man „historische Zusammenhänge manchmal besser in einer Geschichte als in einem Geschichtsbuch“ verstehen könne, konnte sie sehr gut anschaulich machen. Am Ende der Veranstaltung nahm die Autorin sich ausführlich Zeit, die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. Hier ging es nicht nur um den Roman, sondern man erfuhr auch erfreulich viel über den Beruf der Autorin und den Recherche- und Schreibprozess von der Idee bis zur Veröffentlichung. Torsten Mestmacher bedankte sich im Namen der Schulgemeinschaft der Frankenlandschule bei Anne Grießer für die sehr praxisnahe Verknüpfung von Literatur und Schule.
 
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